Bericht über die Jubiläumstour der FSH von Mannheim nach Bonn
Zum 50-jährigen Jubiläum der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) führten wir ein Gruppe von über 30 Frauen von Mannheim nach Bonn.
Ein Bericht von Gerd Engel

Als ich Ende September 2025 von unserer Landesgeschäftsstelle gefragt wurde, ob wir Tourguides für eine Fahrt der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) abstellen könnten, konnte ich nicht ahnen, dass es so ein schönes und tolles Erlebnis werden würde. Aber von Anfang an:
Nach Erhalt leitete ich die Anfrage an unsere Tourguide im Raum Koblenz weiter und hoffte auf das Beste. Innerhalb kurzer Zeit hatte ich die Zusagen von Robert und Ingrid sowie Klaus, sodass ich nach einer Woche die Zusage für 3-4 Tourguides geben konnte. Von Anfang an war klar, dass wir die Begleitung ohne Honorar machen würden. Die Tour sollte zur Feier des 50-jährigen Bestehen der FSH stattfinden und von Mannheim nach Bonn gehen.
So kam es Anfang November zu einem ersten Treffen mit Markus von der FSH, bei dem beschlossen wurde, dass wir etwa 30 Teilnehmer mitnehmen und wir zu Beginn der Tour in Mannheim ein Fahrsicherheitstraining anbieten würden. Begleitet würde die Tour von Ingrid, Robert und mir über die ganze Strecke. Ab Bingen würde dann Klaus dazu kommen. Die Planung und Leitung der Tour übernahm Robert, der sich am Rheinradweg orientieren wollte.
Für das Fahrsicherheitstraining in Main kamen dann noch Ute und Stefan vom ADFC Worms dazu.
Die komplette Organisation erfolgte durch die FSH, sodass wir uns auf die Aufgaben als Fahrsicherheitstrainer und Tourguide konzentrieren konnten. Nach der Anreise am 25.4. und einem ersten Kennenlernen ging es dann los.
Etappe 1 am 26. April 2026
Fahrsicherheitstraining / Mannheim nach Worms
Pünktlich um 10:00 Uhr konnten wir dann mit dem Training beginnen. Neben einem strammen Trainingsprogramm bauten wir dabei noch einige Übungen zum Verhalten in einer größeren Radfahrergruppe ein. Danach ging es pünktlich zum Start am Fernmeldeturm in Mannheim. Dort wurden wir von der Landesvorsitzenden der FSH in Baden-Württemberg Barbara Lang und dem Oberbürgermeister der Stadt Mannheim Thorsten Riehle begrüßt und von etwa 160 jubelnden Unterstützerinnen auf den Weg geschickt. Auf der Stecke wurden wir von den beiden Wormser Trainer*innen Ute und Stefan begleitet. Stefan verdanken wir einige schöne Bilder des Tages, die dann fleißig auf Instagram genutzt wurden. Zugegebenermaßen waren die Teilnehmerinnen von der FSH dabei wesentlich fitter als ich, wie man unschwer erkennen kann. Am Ziel wurden wir dann von Markus und unserem Unterstützer Günther auf dem "Besenwagen" empfangen und mit einer ersten Stärkung verwöhnt. Viel zu schnell ging diese Tagestour zu Ende und wir mussten uns nach einem gemeinsamen Abendessen von den beiden Wormsern trennen.
Etappe 2 am 27. April
Worms - Nierstein
Heute führte der Weg uns entlang des Rheins durch wunderschöne Natur entlang des Rheins. An verschiedenen Stellen konnten wir Störche bewundern. Zur Mittagsrast am Escher See wurden wir dann von Markus und Günther erwartet und dort fürstlich bewirtet. Sie setzten hier einen hohen Standard, den sie für den Rest der Tour beibehielten.
Am Ziel wurden wir von Bürgermeister Jochen Schmidt sehr freundlich begrüßt, bevor wir uns den touristischen und Erlebnissen der Stadt widmen konnten.
Etappe 3 am 28. April
Nierstein - Bingen
Von Nierstein mussten wir auf unserer Königsetappe durch Mainz, wo es auf dem Markt vor dem Dom einige Verwirrung gab. Beinahe wäre die Gruppe geteilt worden, aber wir haben uns frühzeitig wieder gefunden. Auch der weitere Weg durch Mainz war nicht einfach, bevor es dann für einige Mutige bei unserer Mittagspause am Budenheimer Ufer die Möglichkeit gab, die Füße in den Rhein zu tauchen.
Weiter nach Bingen ging es eher gemütlich und er brachte nur eine Schafherde mit Lämmern zum Fotografieren, bevor wir dann alle gut dort ankamen.
Etappe 4 am 29. April
Bingen - Boppard
Heute ging es entlang des romantischen Mittelrheins mit seinen Burgen und Sehenswürdigkeiten. Die erste waren einige Eidechsen, die von der Gruppe bewundert werden konnten, während Klaus, der am Morgen zu uns gestoßen war, sich um unsere erste (und einzige) Reifenpanne auf der Tour kümmerte. Nach wenigen Minuten konnten wir weiter fahren. Die nächste Pause gab es dann bei Blick auf die Pfalzgrafenstein bei Kaub im Rhein, bevor wir bei unserer Mittagspause in Oberwesel den Raddampfer „Goethe“ bewundern konnten.
Am Nachmittag gab es kurze Zwischenstopps an der Loreley und in Bad Salzig beim Blick auf die „2 feindlichen Brüder”, bevor wir den Tag bei einem gemeinsamen Eis in Boppard beschließen konnten.
Etappe 5 am 30. April
Boppard - Neuwied
In Boppard wurden wir mit Tulpen und einem Glücksklee verabschiedet. Zwischen dem Rhein und der B9 bewegte sich unser grüner Lindwurm dem Sitz unseres Kreisverbands Koblenz entgegen. Hier wurden wir von den Mitgliedern der Koblenzer FSH am Deutschen Eck empfangen und sehr lecker bewirtet. Selbst für eine kurze Tanzeinlage war Zeit.
Weiter ging es über Weißenthurm zum Biergarten nach Neuwied unserem Tagesziel. Unser Hotel (das Foodhotel) zeigt einige dekorative Besonderheiten, wie ein Currywurstzimmer mit Ketchupdusche.
Etappe 6 am 1. Mai
Neuwied - Bad Honnef
Am vorletzten Tag gab es eine freudige Überraschung: Ute und Stefan aus Worms hatten sich entschieden die beiden letzten Etappen mit uns zu fahren. Dies erwies sich im weiteren Verlauf des Tags als sehr hilfreich, waren doch aufgrund des Feiertags sehr viele Freizeitradler unterwegs, sodass wir ständig vor „Gegenverkehr“ und „Überholern” warnen mussten. Hier bewährten sich unsere Übungen während des Trainings und die mittlerweile gewonnene Erfahrung als Radfahrerkolonne.
Unsere Strecke führte zunächst auf der rechten Rheinseite bis Rheinbrohl und dann dort über die Fähre nach Bad Breisig und weiter über die Ahrmündung zur Mittagspause nach Kripp. Vor dort ging es dann mit einer längeren Schiebestrecke über die Remagener Rheinpromenade zur Fähre zwischen Rolandseck und Bad Honnef. In Bad Honnef wurden wir von der ältesten Harleyfahrerin Deutschlands in Empfang genommen und zum Hotel geleitet.
Schlussetappe am 2. Mai
Bad Honnef - Bonner Rheinaue
Der letzte Tag führte uns dann gemütlich am rechten Ufer zur Beueler Brücke und dann zu unserem Zielpunkt in der Bonner Rheinaue. Hier endete unsere Tour und wir mussten leider von einem Teil der Gruppe wieder Abschied nehmen. Ein Teil konnte gemeinsam noch das letzte Rhein in Flammen in Bonn genießen, bevor sie dann nach einem letzten Abschied am Sonntagmorgen alle nach Hause zurückfahren mussten.
Zum Schluss noch eine Bemerkung
Diese Tour wird mir immer als eine der schönsten Erfahrung beim Radfahren in Erinnerung bleiben. Selten habe ich ein so lebensfrohe, engagierte, disziplinierte und lebensfrohe Gruppe erlebt. Ihr seid eine tolle Truppe. Bitte bleibt so.
Danke für eine wundervolle Woche






























