Mehr Sicherheit für Radfahrende umsetzen
Die aktuellen Unfallzahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen eine besorgniserregende Entwicklung: Immer mehr Radfahrende verunglücken schwer, besonders betroffen sind ältere Menschen sowie Nutzerinnen und Nutzer von Pedelecs.

Die aktuellen Unfallzahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen eine besorgniserregende Entwicklung: Immer mehr Radfahrende verunglücken schwer, besonders betroffen sind ältere Menschen sowie Nutzerinnen und Nutzer von Pedelecs. Der ADFC Trier sieht darin ein klares Signal: Mehr Menschen auf dem Fahrrad brauchen mehr Sicherheit – durch bessere Infrastruktur und durch gezielte Schulungsangebote.
„Wer möchte, dass Menschen sicher und gerne Rad fahren, muss zwei Dinge gleichzeitig angehen: sichere Radwege und sichere Fahrpraxis“, erklärt der Vorsitzende des ADFC Trier Johannes Ulbricht.
Besonders an Kreuzungen, Einmündungen und unübersichtlichen Straßenräumen entstehen viele schwere Unfälle. Der ADFC Trier fordert deshalb den konsequenten Ausbau sicherer Radverkehrsanlagen mit klarer Führung, guten Sichtbeziehungen und geschützten Lösungen an Kreuzungen.
Gleichzeitig setzt der Verband auf praktische Prävention. Gemeinsam mit den Unfallkassen Rheinland-Pfalz und den gesetzlichen Krankenkassen bietet der ADFC Trier regelmäßig Fahrsicherheitstrainings für Pedelec-Fahrende an. Diese Trainings stoßen in Trier auf sehr großes Interesse und sind häufig schnell ausgebucht.
Der Grund dafür liegt auf der Hand: Pedelecs ermöglichen vielen Menschen komfortable und längere Wege mit dem Rad. Gleichzeitig unterscheiden sich Fahrverhalten, Beschleunigung und Gewicht deutlich von klassischen Fahrrädern. Gerade beim Anfahren, Bremsen, in Kurven oder bei Ausweichmanövern entstehen Unsicherheiten – insbesondere für Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger oder Menschen, die erstmals ein E-Bike nutzen.
In den Trainings lernen die Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung unter anderem:
- sicheres Anfahren und kontrolliertes Bremsen
- richtiges Kurvenfahren und Spurhalten
- Ausweichen vor Hindernissen
- sicheres Verhalten im Straßenverkehr
- bessere Einschätzung von Geschwindigkeit und Bremsweg
- mehr Kontrolle in Alltagssituationen
„Viele Teilnehmende berichten nach dem Kurs, dass sie sich deutlich sicherer fühlen und ihr Pedelec besser beherrschen. Genau das hilft, Unfälle zu vermeiden“, so die Trainerin des ADFC Trier Kerstin Kolodzie.
Die hohe Nachfrage in Trier zeigt, wie wichtig solche Angebote sind. Der ADFC Trier fordert deshalb, Verkehrssicherheit umfassend zu denken: Neben sicheren Straßen braucht es auch mehr Unterstützung für Menschen, die aufs Fahrrad oder Pedelec umsteigen.
Denn nur wenn Infrastruktur und Fahrkompetenz zusammenkommen, wird Radfahren für alle sicherer.
Weitere Informationen und Anmeldung zu den Fahrsicherheitstrainings:
https://www.fit2ebike.de/