Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Rheinland-Pfalz e. V.

Schenkt doch öfter mal den Radfahrern eine Wassermelone

23.000 Kilometer, 26 Länder: André Weis und Maryse Ernzer erlebten auf ihrer Radreise nach Tokio viel Gastfreundschaft. Ihr augenzwinkernder Tipp: „Schenkt doch öfter mal den Radfahrern eine Wassermelone!“ - für ein ein besseres Miteinander!°

Rund 80 Interessierte kamen gestern Abend in der TUFA Trier zusammen, um André Weis und Maryse Ernzer auf ihrer außergewöhnlichen Reise von Luxemburg nach Tokio zu begleiten. Im Rahmen des ADFC-Fahrradklima-Tests 2026 berichteten die beiden von 400 Tagen unterwegs, 23.000 Kilometern und 26 durchquerten Ländern.

Mit beeindruckenden Bildern, persönlichen Erlebnissen und vielen unterhaltsamen Geschichten nahmen sie das Publikum mit auf ihre Reise. Die Route führte unter anderem durch die Türkei, Georgien, Armenien, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und China bis nach Japan. Dabei mussten sich die beiden auf extreme klimatische Bedingungen einstellen: Die Temperaturen reichten von minus 10 Grad in Japan bis zu plus 50 Grad in den Wüsten. Übernachtet wurde überwiegend im Zelt, gelegentlich aber auch in einem Hotel. So erzählten sie nicht nur von den körperlichen Herausforderungen und den vielen Höhenmetern, sondern auch von den besonderen Begegnungen unterwegs.

Besonders eindrücklich waren die Geschichten über die Gastfreundschaft der Menschen, vor allem in der Türkei und im Iran. Immer wieder wurden die beiden Radreisenden mit kleinen Geschenken überrascht: frischen Aprikosen aus Armenien, Wassermelonen oder Orangen. Diese Gesten machten deutlich, wie herzlich sie vielerorts empfangen wurden.

Der Abend bot faszinierende Einblicke in eine außergewöhnliche Radreise und zeigte, dass es unterwegs nicht nur um Kilometer und Etappen geht, sondern vor allem um Begegnungen, Erlebnisse und die Offenheit für andere Länder und Kulturen.

Vielleicht braucht es manchmal gar nicht viel, um das Miteinander im Straßenverkehr zu verbessern. André Weis brachte es mit einem Augenzwinkern auf den Punkt: „Schenkt doch öfter mal den Radfahrern eine Wassermelone!“ Was unterwegs ganz selbstverständlich schien – Freundlichkeit, Gastfreundschaft und kleine Gesten –, könnte auch bei uns für mehr Verständnis und ein besseres Miteinander sorgen. Denn manchmal beginnt Verständigung genau dort: mit einem Lächeln und einer kleinen Geste.


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